Sandrosenschule Rockenberg

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Liebe Eltern der Sandrosenschule!

Einige von Ihnen haben die unzureichende Vorgehensweise in Bezug auf die Bekämpfung der Kopfläuse an der Sandrosenschule kritisiert.

Leider sind, genau wie übrigens auch im letzten Schuljahr (siehe Monatsbrief März/April`15), die Kopfläuse in diesem Monat wieder besonders hartnäckig vertreten. Nur Gemeinsam können wir gegen Kopfläuse erfolgreich sein! Da Kopfläuse leicht von Kopf zu Kopf übertragen werden können, betrifft ein Kopflausbefall nicht nur einzelne Menschen, sondern meistens eine Gruppe von Menschen. Es leuchtet ein, dass auch die sorgfältigsten Einzelmaßnahmen erfolglos bleiben, wenn sie nicht in ein gemeinsames Vorgehen der Gruppe gegen Kopflausbefall eingebunden sind. Damit Menschen gemeinsam handeln können, müssen sie zunächst informiert sein. Schamhaftes Verschweigen begünstigt die weitere Ausbreitung von Kopfläusen in einer Gruppe. Deshalb ist die Information für das persönliche Umfeld und für die Elternschaft der Schule so wichtig.

Zur Vorgehensweise an der Sandrosenschule:

Zur Meldung der Kopfläuse sind Sie gesetzlich verpflichtet! Bitte zeigen Sie umgehend im Sekretariat (Anrufbeantworter) an, wenn Sie in Ihrer Familie Kopfläuse entdecken. Alle Klassen notieren im Hausaufgabenheft das Stichwort: Läusealarm. Dies ist die Aufforderung an alle Eltern, den Kopf des Kindes auf Läuse zu untersuchen! Die betroffene Klasse erhält wie immer zusätzlich unser Informationsblatt mit dem bekannten Rückgabeabschnitt. Sollte dieser am nächsten Tag nicht mit Unterschrift wieder in der Schule abgegeben werden, wird dieses Kind ein rotes Infoblatt mit nach Hause bekommen. Wird auch dieser Rückgabezettel nicht in der Schule abgegeben, werden Sie telefonisch aufgefordert Ihr Kind von der Schule abzuholen bzw. in der Schule den Kopf Ihres Kindes auf Läuse zu untersuchen. Die Meldung wird von der Schule ans Gesundheitsamt weitergeleitet. Mehr können wir als Schule leider nicht tun!

Folgend Informationen zu verschiedenen Aspekten des Kopflausbefalls für alle Eltern der Sandrosenschule (Quelle: Gesundheitsamt)

Kopfläuse sind seit jeher in Europa heimisch. Sie sind auch noch heutzutage weit verbreitet und treten etwa bei 1 - 3 % der Kinder in den Industrieländern auf. So kommt es, dass sich auch Eltern von Schulkindern und Lehrkräfte immer wieder mit dem Thema „Kopfläuse“ befassen müssen.

Gelegentlich kommt es zu emotional geführten Auseinandersetzungen, denn Kopflausbefall erweckt bei vielen Menschen immer noch zu Unrecht den Gedanken, dass er eine Folge mangelnder Hygiene sei. Dabei ist gerade beim Kopflausbefall gemeinsames Handeln gefordert. Kopfläuse haben sich meistens schon in einer Gruppe ausgebreitet, wenn sie entdeckt werden. Deshalb sind Erfolge gegen diese Plagegeister umso leichter zu erreichen, je rascher koordinierte zielgerichtete Maßnahmen ergriffen werden.

Was sind Kopfläuse?

Kopfläuse sind 2 - 3 mm große flügellose Insekten. Sie übertragen keine Krankheitserreger. Sie leben auf dem behaarten Kopf von Menschen und ernähren sich von Blut, das sie nach einem Stich aus der Kopfhaut saugen. Kopfläuse sind alle 2 - 3 Stunden auf eine Blutmahlzeit angewiesen, sonst verenden sie im Laufe des zweiten Tages, spätestens nach 55 Stunden. Kopfläuse können also ein Wochenende ohne Kinder im Schulgebäude nicht überleben! Sie können sich auch auf Haustiere oder auf unbelebte Gegenstände wie Mützen, Schals oder Plüschtiere „verirren“, ernähren und fortpflanzen können sie sich jedoch nur beim Menschen. Geschlechtsreife befruchtete Lausweibchen legen täglich mehrere Eier, deren Hülle „Nisse“ genannt wird. Die Eier werden in unmittelbarer Nähe der Kopfhaut am Haaransatz festgeklebt, denn dort herrscht die optimale Temperatur für sie. Aus den Eiern schlüpfen nach 7 – 10 Tagen junge Läuse, die auch Larven genannt werden. Die leeren Eihüllen (Nissen) bleiben am Haar kleben. Das Haar wächst ca. 1 cm im Monat. Nissen, die weiter als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind, sind immer leer. Die Larven können in den ersten 7 - 10 Tagen den Kopf ihres Wirts noch nicht verlassen und entwickeln sich in diesem Zeitraum zu geschlechtsreifen Läusen. 2 - 3 Tage nach der Paarung legen die Weibchen Eier ab. Der Zyklus beginnt nach ca. 3 Wochen von Neuem.

Wie werden Kopfläuse übertragen?

Jeder Mensch kann Kopfläuse bekommen. Mangelnde Hygiene spielt beim „Erwerb“ von Kopfläusen keine Rolle. Kopfläuse kommen auch in den besten Familien und in den Schulen der besten Wohnviertel vor. Kopfläuse können weder springen noch fliegen. Sie können sich aber mit ihren 6 Beinen sehr flink im Kopfhaar bewegen. Die Übertragung geschieht in der Regel durch direkten Kontakt „von Haar zu Haar“. Erwachsene Läuse benutzen parallel liegende Haare von benachbarten Köpfen, um auf einen neuen Wirt zu gelangen. Larven hingegen sind dazu noch nicht in der Lage. Der indirekte Übertragungsweg über gemeinsam benutzte Kämme, Bürsten und Textilien ist eher die Ausnahme, denn dort können Kopfläuse  nicht lange überleben. Zur Vorsicht sollten Kopfbedeckungen, Schals, Kämme und Bürsten nicht untereinander ausgetauscht werden.

Wie wird Kopflausbefall festgestellt?

In den ersten 2 - 4 Wochen oder noch länger verläuft der erstmalige Befall mit Kopfläusen meistens unmerklich, bis – als Folge einer Sensibilisierung gegen Speichelantigene der Laus - Juckreiz am Kopf auftritt. Dann ist immer eine gründliche, ggf. wiederholte Untersuchung angezeigt; aber auch, wenn Kopfläuse in der gleichen Klasse eines Kindes oder bei seinen Spielgefährten festgestellt wurden. Eine regelmäßige, alle 1 – 2 Wochen durchgeführte Untersuchung des Kopfhaares ist die beste Maßnahme zur Früherkennung und damit zur Vorbeugung der Übertragung von Kopfläusen auf Dritte. Läuse sind meist grau und werden 3 mm groß. Sie sind ziemlich flink und können auch einem sorgfältigen Untersucher entgehen. Deshalb richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf Eier, die weniger als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind. Sie sind so groß wie ein Sandkorn und von dunkler Farbe. Sie kleben fest an den Haaren und sind an ihnen wie Perlen an einer Schnur aufgereiht. Sie können im Gegensatz zu Schuppen nicht leicht abgestreift werden. Der Nachweis von Läusen, Larven, oder Eiern, die weniger als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind, stellt einen behandlungsbedürftigen „Kopflausbefall“ dar. Die website www.pediculosis.de enthält lehrreiche Abbildungen und Hinweise und ist allen betroffenen Eltern zu empfehlen.

Mittel gegen Kopflausbefall

Als zugelassene Arzneimittel stehen in Deutschland Präparate mit folgenden Wirkstoffen zur Verfügung:

• Permethrin (Infectopedicul ®)

• Pyrethrum + Piperonylbutoxid + 4-Chlor-3-Methyl-phenol (Chlorocresol) + Diethylenglykol (Goldgeist Forte Lösung ®)

• Allethrin + Piperonylbutoxid (Jacutin N Spray ®)

Das Umweltbundesamt führt eine Entwesungsmittelliste, in die Mittel aufgenommen werden, deren Wirksamkeit gegen Läuse im Laborversuch erwiesen ist. In dieser Liste werden neben den genannten Mitteln auch die Medizinprodukte „Mosquito Läuse Shampoo“, NYDA L“ und „Jacutin Pedicul fluid“ aufgeführt. Die Arzneimittel und Medizinprodukte, die als „Läusemittel“ vermarktet werden, sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Für vom Arzt verordnete Kopflausmittel für Kinder unter 12 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten, für ältere Kinder nicht. Wie diese Mittel richtig angewandt werden, erläutern Apotheker beim Kauf gerne; es wird auch auf den Beipackzetteln ausführlich erklärt. Die Gebrauchsanweisung sollte Punkt für Punkt beachtet werden; wenn das Mittel zu sparsam aufgetragen wird, in triefend nassem Haar zu stark verdünnt wird oder die vorgeschriebene Einwirkzeit unterschritten wird, können Läuse überleben. Manche Insektizide wirken erst mehrere Stunden nach der Behandlung tödlich für Läuse. Läuseeier können eine korrekte Behandlung mit Arzneimitteln gegen Kopflausbefall überleben. Deshalb ist immer eine zweite Behandlung nach 8 - 10 Tagen nötig, um die Läuseplage sicher loszuwerden. Dadurch werden alle Larven getilgt, bevor sie mobil und geschlechtsreif geworden sind. Auskämmen des mit Wasser und Haarpflegespülung angefeuchteten Haares mit einem sehr feinen Kamm direkt nach der ersten Behandlung und an den Tagen 5, 9 und 13 wird zur Sicherung des Behandlungserfolges empfohlen.

Weitere Maßnahmen bei Kopflausbefall

Wenn Kopfläuse entdeckt werden, haben sie sich oft schon in der Familie oder in anderen Gruppen ausgebreitet. Deshalb ist eine Benachrichtigung, Untersuchung, ggf. auch eine Behandlung aller Personen angezeigt, mit denen der / die Betroffene „Haar-zu-Haar“-Kontakt hatte. Dies schließt auch eine Mitteilung an die Schule ein, zu der Eltern übrigens auch gesetzlich verpflichtet sind!

Wann kann ein Kind nach Behandlung des Kopflausbefalls die Schule wieder besuchen?

Die zugelassenen Arzneimittel wirken rasch und sicher gegen Larven und geschlechtsreife Kopfläuse. Deshalb können Betroffene direkt nach der ersten Behandlung wieder Kindergarten, Schule oder Hort besuchen. Die noch verbliebenen Eier kleben fest an den Haaren und können nicht übertragen werden. Larven, die in den Tagen nach der ersten Behandlung schlüpfen, sind noch nicht mobil genug, um auf den Kopf eines anderen Menschen zu gelangen. Mit der zweiten Behandlung,

8 - 10 Tage nach der ersten, werden alle Larven abgetötet, bevor sie mobil und geschlechtsreif geworden sind.

Wann ist ein ärztliches Attest zum Wiederbesuch einer Schule erforderlich?

Ein ärztliches Attest ist bei Kopflausbefall nicht erforderlich. Vielmehr genügt die Bestätigung der Eltern, dass eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel durchgeführt wurde.

Die Information der Eltern der betroffenen Klasse steht zunächst im Zentrum der Maßnahmen. Die betroffene Klasse erhält das Infoblatt des Gesundheitsamtes mit Erläuterungen in Wort und Bild zu Biologie, Diagnose und Therapie des Kopflausbefalls und einem Abschnitt, auf dem Eltern eine Rückmeldung über das Untersuchungsergebnis bei ihrem Kind geben müssen. Dadurch kann die Schulleitung einen Überblick über die Aktion behalten, die darauf abzielt, dass alle Kinder, die zu der betroffenen Klasse zählen, möglichst rasch untersucht und ggf. behandelt werden, um der weiteren Übertragung der Kopfläuse einen Riegel vorzuschieben.

Ich hoffe, mit diesem Brief alle Eltern umfassend informiert zu haben und zähle auf Ihre Unterstützung, damit wir die Tierchen nach den Osterferien nicht wieder im Schulhaus begrüßen müssen!

Mit freundlichen Grüßen     A. Nußbaum


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